Unser wunderbarer GÄU-Spargel

Unser wunderbarer GÄU-Spargel Unser wunderbarer GÄU-Spargel

Kaum ein anderes Gemüse hat solch einen Siegeszug in der deutschen Küche hingelegt wie das „weiße Gold“. Noch vor 20 Jahren wurde Spargel nur an ausgewählten Ecken im Süden Baden-Württembergs kultiviert. Heute haben wir uns, hier in Korntal-Münchingen, sozusagen als „Spargel-Hot-Spot“ etabliert. Besonders Stolz sind wir dabei auf die Qualität unseres GÄU-Spargels. Gereift auf unserem schwerem Lehmboden, mit seinem hohen Tonanteil, ist unser Spargel etwas ganz Besonderes und bei Gourmets sehr beliebt.

Sie interessieren sich für dieses wunderbare Gemüse und hätten gerne weitere Information zu unserem GÄU-Spargel?

Im folgenden finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen…


Wird Spargel jedes Jahr neu ausgepflanzt?

Nein. Der Spargel ist eine Staude. Spargelpflanzen werden als Jungpflanzen bezogen und im April ausgepflanzt.Die ersten beiden Jahre darf die Pflanze in Ruhe wachsen, ohne dass sie geerntet wird. Erst ab dem 3. Standjahr erntet man. Nur wenig und nur kurze Zeit. In den darauf folgenden Jahren kann man fast die ganze Saison ernten. Eine Pflanze hält je nach Ausreizung der Erntemenge 6-12 Jahre. Danach ist der Ertrag so schwach, dass sie umgepflügt wird. Dadurch ist sie zerstört und zersetzt sich im Boden zu Humus.

Sind Grün- und Bleichspargel unterschiedliche Sorten?

Im Prinzip nein. Der Unterschied besteht darin, dass der weiße Spargel unter dem Erdhügel wächst, wo er mangels Licht weiß bleibt. Der grüne Spargel wächst ganz normal aus dem Boden. Durch die Sonneneinstrahlung wird er, wie jede andere Pflanze auch, grün. Er wird knapp über dem Boden abgeschnitten. Jedoch gibt es tatsächlich Sorten, die man besser grün oder nur weiß kultiviert. Auch innerhalb des weißen Spargels gibt es unterschiedliche Sorten. Manche kommen früher, manche später in Ertrag; so kann man die Spargelmengen über die Saison gleichmäßiger verteilen. Manche Sorten produzieren vermehrt dickere Stangen. Geschmacklich gibt es kaum Unterschiede. Der Spargelgeschmack hängt viel mehr vom Boden ab, in dem er angebaut wird.

Ich dachte Spargel wächst nur auf sandigem Boden. Haben Sie die Erde mit Sand aufgefüllt? Warum liegt auf ihren Feldern mal weiße und mal schwarze Folie?

Nein, es werden keine Veränderungen am Boden vorgenommen. Die verbesserte und stärkere Landtechnik bringt hochleistungsfähige Dammfräsen auf den Markt, die in der Lage sind unseren schweren Bond fein zu krümeln. Durch die darüber gelegte Folie bleibt der Damm locker, denn der Regen pappt die Erde nicht zusammen sondern fließt an der Folie in die Mittelgänge. Dort versickert der Regen und die Feuchtigkeit erreicht die Spargelwurzeln.

Die Folie, die bei dieser Anbautechnik während der gesamten Erntezeit auf den Dämmen verbleibt, ist zweifarbig. Je nach Witterung wird die schwarze Seite nach oben gedreht, um mehr Wärme zu erreichen = Spargelwachstum. Oder die weiße Seite, die die Sonnenstrahlen reflektiert. Dadurch erreicht man die Abkühlung des Dammes = Wachstumsbremse.

Die Folie ist übrigens viele Jahre lang wiederverwendbar und wird danach fachlich korrekt recycelt.

Wie sieht es mit dem Pflanzenschutz aus? Wird der Spargel „gespritzt“?

Durch die Folie, unter der kein Unkraut wächst, gibt es keine Spritzungen gegen Unkraut, weil unnötig. Überhaupt gibt es keine Pflanzenschutzmaßnahmen auf im Ertrag stehenden Feldern, während der Ernte. Es kommt bei uns auch keine Gülle auf unsere Äcker, was übrigens auch zum besonders guten Geschmack des GÄU-Spargels beiträgt.

Was passiert mit dem Spargel nach der Ernte? Warum ist am 24. Juni Schluss?

Spätestens am 24. Juni, der Tag der Sonnenwende, wenn die Tage kürzer werden, lassen wir den Spargel austreiben. Er darf endlich der Bestimmung der Pflanze nachkommen, darf wachsen und grün werden. Jetzt hat er noch genügend Zeit grün zu werden und das Spargellaub auszubilden. Würde länger gestochen, fehlte das Licht und Nährstoffe können sich nicht einlagern. Wir pflegen unsere Pflanzen bis in den Winter. Denn die Gesunderhaltung des Spargellaubes ist wichtig für die Nährstoffeinlagerung der Pflanze. Im Winter wird das gelb gewordene Laub abgenommen und die Pflanze ruht im Boden bis zum nächsten Jahr, wenn der Spargel wieder sprießt. 6-8 Jahre kann man von einem Spargelfeld dann ernten.

Was passiert mit dem Spargelabfall, der an der Sortiermaschine anfällt oder mit den Spargelschalen, die an der Schälmaschine anfallen?

Der Spargelabfall wird kompostiert und kommt dann als natürlicher Dünger ein paar Jahre später, im Herbst, zurück auf die Felder.

 

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